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Diagnose & Behandlung


Wege der Diagnostik

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Wege der Therapie
Therapeutische Verfahren im Einzelnen
 
Anatomie und Physiologie

Wege der Diagnostik


Die fünf tragenden Säulen der Untersuchung der Schilddrüse

Befragung, körperliche Untersuchung, Labor, Ultraschall und Szintigraphie


werden teilweise von verschiedenen Fachärzten durchgeführt. Dabei gibt es von Arzt zu Arzt noch persönliche Unterschiede, je nach Zusatzausbildung, ob die einzelnen Untersuchungen durchgeführt werden dürfen. So ist für den Ultraschall der Schilddrüse eine spezielle Ausbildung und Prüfung erforderlich. Neben dem Nuklearmediziner können aber auch viele Endokrinologen eine Schilddrüsenszintigraphie durchführen und wer sich als Hausarzt viel mit  Schilddrüsenerkrankungen beschäftigt, hat viel Erfahrung. So sind die nachfolgenden Schemata immer nur als prinzipielle Vorgehensweise anzusehen.


Diagnostik beim Hausarzt

Befragung Ihr Hausarzt wird Sie nach mechanischen Beschwerden (Engegefühl am Hals, Schluckbecshwerden, Halsumfangszunahme) und nach Zeichen einer eventuellen Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse (Veränderungen beim Kälte- und Wärmeempfinden, Schlafstörungen, Änderungen des Antriebes, des Stuhlganges, Veränderungen an Haut und Haar und den Augen) fragen.

Körperliche Untersuchung Das Tasten der Schilddrüse macht schon erste Aussagen über Größe, Schluckverschieblichkeit und Festigkeit der Schilddrüse und ihrer Umgebung.

Labor Die Untersuchung der Schilddrüsenwerte im Blut sagt etwas darüber aus, ob Ihre Schilddrüse zuviel (Überfunktion) oder zu wenig (Unterfunktion) Schilddrüsenhormone produziert oder ob die Funktion normal ist. In dieser Stufe der Diagnostik ist für die Basisuntersuchung die Bestimmung des schilddrüsen-stimulierenden Hormons "TSH" ausreichend.
Weitere Bestimmungen der freien Hormone der Schilddrüse sind erst erforderlich, wenn sich bisher Auffälligkeiten ergeben haben.


Ultraschalluntersuchung Besser als mit dem Tastbefund kann Ihr Hausarzt mit der Ultraschalluntersuchung, so er dafür die Ausbildung hat, die Größe, Lage und Struktur der Schilddrüse erkennen. Mit Ultraschall können auch Bereiche eingesehen werden, die wegen ihrer tiefen Lage mit Tasten schlecht zu erkennen sind.


Mit Hilfe dieser vier Methoden kann ihr Hausarzt eine Schilddrüsenerkankung ausschließen. Sind diese Untersuchungen unauffällig, ist eine weitere Diagnostik in der Regel nicht erforderlich.



Diagnostik beim Endokrinologen

Endokrinologen sind Fachärzte für Innere Medizin mit der Subspezialisierung Endokrinologie. Neben Schilddrüsenerkrankungen beschäftigen sie sich mit Erkrankungen anderer Drüsen, so der Hirnanhangsdrüse, der Nebennieren und der Zuckerkrankheit.

Befragung, Körperliche Untersuchung Befragung und körperliche Untersuchung gehören natürlich wie auch beim Hausarzt bei jedem anderen Arzt dazu. Ärzte mit viel Erfahrung bei Schilddrüsenerkrankungen können natürlich auch die richtigen Fragen stellen und haben schon viele Schilddrüsen getastet.

Ultraschalluntersuchung Da Endokrinologen sehr viel Erfahrung mit Schilddrüsenerkrankungen haben, bei vielen macht die Untersuchung und Behandlung von Schilddrüsenpatienten die Hälfte ihrer Arbeitszeit aus, können Veränderungen des Ultraschallbildes von diesen häufig besser beurteilt werden. Gerade bei Ultraschalluntersuchuchungen ist die persönliche Erfahrung und der persönliche Eindruck sehr wichtig, so dass Sie diese Untersuchung bei allen Ärzten, die Sie aufsuchen, immer wieder bekommen werden. Größe, Lage und Struktur der Schilddrüse können sehr gut beurteilt werden. Für die Beurteilung der regionalen Funktion der Schilddrüse, z.B. ob ein Knoten in der Schilddrüse mehr oder weniger Hormon produziert, als er soll, ist der Ultraschall jedoch nicht geeignet.

Labor Nachdem beim Hausarzt für die Basisuntersuchung der Schilddrüse die Bestimmung des die Schilddrüse stimulierenden Hormons "TSH" ausreichend war, sind jetzt Bestimmungen der Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 sowie ggf. von Schilddrüsenantikörpern angezeigt. Diese Bestimmung kann natürlich auch der Hausarzt veranlassen und bei hinreichender Erfahrung interpretieren. Jetzt kann vielleicht schon etwas über die Ursache einer Überfunktion oder Unterfunktion Ihrer Schilddrüse ausgesagt werden.



Diagnostik beim Nuklearmediziner


Nuklearmediziner sind Fachärzte, die sich neben der Diagnostik und Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen mit der bildgebenden Darstellung der Funktion auch anderer Organe des menschlichen Körpers beschäftigen.

Befragung, Körperliche Untersuchung
Befragung und körperliche Untersuchung gehören wie auch beim Hausarzt und Endokrinologen beim Nuklearmediziner dazu. Da auch der Nuklearmediziner sich sehr viel mit Schilddrüsenerkrankungen beschäftigt, steht hier viel Erfahrung zur Verfügung.

Ultraschalluntersuchung, Labor Viele Nuklearmediziner beschäftigen sich ihren halben Arbeitstag mit Schilddrüsenerkrankungen, so daß wie auch bei den Endokrinologen sehr viel Erfahrung vorliegt.

Szintigraphie Mit der bildgebenden Darstellung der Funktion der Organe des menschlichen Körpers, der Szintigraphie, wird die räumliche Verteilung der Funktion der Schilddrüse dargestellt. Somit kann jetzt, im Zusammenhang mit dem Ultraschallbild, festgestellt werden, ob z.B. ein Knoten in Ihrer Schilddrüse mehr Hormone ("heißer" Knoten) oder weniger ("kalter" Knoten) produziert als er soll, oder ob die gesamte Schilddrüse eine Fehlfunktion aufweist.


Mit Hilfe der fünf tragenden Säulen Befragung, körperliche Untersuchung, Labor, Ultraschall und Szintigraphie kann in der meisten Zahl der Patienten eine korrekte Diagnose gestellt und die erforderliche Therapie eingeleitet werden.

Weiterführende Untersuchungen wie Zellentnahme durch Feinnadelpunktion, Röntgen-Untersuchungen oder operative Abklärung können im Einzelfall erforderlich sein, für den Großteil der Erkankungen sind jedoch die fünf tragenden Säulen der Diagnostik hinreichend.



Diagnostisches Schema

Achtung: Bei der Vielzahl von möglichen Erkrankungsformen, Erkrankungsstadien, Einfluss von Medikamenten, Begleiterkrankungen oder bereits laufenden oder stattgehabten Therapien u.a. ist dies ein grob vereinfachendes Schema ohne Anspruch auf Richtigkeit im Einzelfall oder gar Vollständigkeit


Befragung, körperliche Untersuchung
Blutentnahme: TSH-Bestimmung
Ultraschall der Schilddrüse





unauffällig:
 Schilddrüsenerkrankung weitgehend ausgeschlossen
nicht unauffällig


1. Knoten in der Schilddrüse  (> ca. 1cm Durchmesser)

TSH vermindertTSH normal TSH erhöht
Blutabnahme: fT3Blutabnahme: fT4, fT3
SzintigraphieSzintigraphieSzintigraphie
Therapie-Entscheid



2. keine Knoten in der Schilddrüse
TSH vermindertTSH normal TSH erhöht
Blutabnahme: fT3, TRAKBlutabnahme: fT4, fT3, Anti-TPO
ggf. Szintigraphie
Therapie-Entscheid






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